Für die Bearbeitung von Kugelgewindetrieben
Die Kugelumlaufspindel ist das „Herz“ der Präzisionsübertragung. Sie fungiert als hocheffizienter mechanischer Antrieb, der Drehbewegungen in lineare Bewegungen umwandelt. Durch den grundlegenden Ersatz von Gleitreibung durch Rollreibung erreichen Kugelumlaufspindeln eine hohe Übertragungseffizienz, mikrometergenaue Präzision und eine lange Lebensdauer. Als zentrales Funktionselement sind sie unverzichtbar in CNC-Maschinen, Industrierobotern, Präzisionsinstrumenten, der Automobilfertigung und der Luft- und Raumfahrt.
Prozessablauf
Rohmaterialvorbereitung
Weichbearbeitung (Vorschruppen)
Induktionshärten
Richten
Hartwirbeln
Richten
Präzisionsgewindeschleifen
Polieren
Zentrale Prozesslösungen
Induktionswärmebehandlung
Die Herausforderung
- Härte: Ungleichmäßige Abschrecktiefen in Umfangs- und Längsrichtung führen zu Bearbeitungsabweichungen und Steigungsfehlern. Zudem verursacht unzureichendes Anlassen Maßinstabilität.
- Verformungsrisiken: Lange, schlanke Spindeln neigen beim Abschrecken zur Verformung. Das anschließende Richten erzeugt Eigenspannungen, die sich im Betrieb abbauen und zu Präzisionsverlust führen können.
Unsere Lösung
Empfohlene Anlage: Induktionshärtemaschine (Horizontal)
- Horizontale Bauweise: Speziell für lange Kugelumlaufspindeln ausgelegt.
- Induktionserwärmung: Mittelfrequente oder hochfrequente Ströme erzeugen ein wechselndes Magnetfeld, das Wirbelströme auf der Oberfläche induziert und diese schnell auf Härtetemperatur (850–900 °C) erwärmt.
- Präzises Abschrecken: Unmittelbare Sprühkühlung erzeugt eine hochharte martensitische Randzone bei gleichzeitig zähem Kern. Gleichmäßige Erwärmung wird auch bei komplexen Gewindeprofilen gewährleistet.
Hartwirbeln
Die Herausforderung
- Präzisionsgrenzen: Konventionelle Verfahren bestehen aus mehreren getrennten Bearbeitungsschritten, was zu kumulierten Steigungsfehlern führt und die Anforderungen an Mikrometergenauigkeit nicht erfüllt.
- Geringe Effizienz: Traditionelle Prozesse kombinieren Drehen und mehrfaches Schleifen. Dies ist zeitaufwendig (8–12 Stunden pro Spindel) und belastet die Produktionskapazität erheblich.
Unsere Lösung
Empfohlene Anlage: Wirbelmaschine für Kugelumlaufspindeln
Empfohlene Schneidwerkzeuge: CBN-Werkzeuge zum Wirbeln
Gewindeschleifen
Die Herausforderung
- Werkstückverformung: Lange Spindeln neigen unter Eigengewicht und Schnittkräften zur Durchbiegung.
- Thermische Instabilität: Schleifwärme verursacht Ausdehnung, wodurch eine präzise Kontrolle von Parametern und Kühlung erforderlich ist.
- Oberflächenqualität: Sehr geringe Rauheitswerte erfordern eine sorgfältige Auswahl von Schleifscheiben, Parametern und Schmierung.
Unsere Lösung
Empfohlene Anlage: CNC Schleifmaschinen
Polieren
Die Herausforderung
- Präzisionserhalt: Unsachgemäßes Polieren kann die Steigung und Profilgenauigkeit beeinträchtigen.
- Ungleichmäßige Oberfläche: Gleichmäßiges Polieren von Gewindegrund, Flanken und Spitzen ist schwierig und kann zu Kratzern oder Mikrofehlern führen.
- Effizienz vs. Genauigkeit: Manuelles Polieren ist langsam und inkonsistent, während ungeeignete mechanische Verfahren Wärme erzeugen und die Bauteilqualität beeinträchtigen.
- Komplexe Geometrien: Unterschiedliche Steigungswinkel und Sondergeometrien erschweren den Prozess zusätzlich.
Unsere Lösung
Empfohlene Anlage: Poliermaschine
Empfohlene Schneidwerkzeuge: Flexibles Schleifen





